Muss das sein, dass die jetzt auch noch … ? Ja, es muss! Alice Köfer, die Frau der Boygroup „Vocal Recall“ begibt sich erstmalig auf Solopfade. Sie weiß selbst noch nicht, wie der Abend enden wird, doch eins ist sicher: Charmant berlinernd wird sie sich sensationell gelaunt um Kopf und Kragen quasseln. Mal versehentlich philosophisch, mal lustig sinnentleert, wird sich Alice den wirklich wichtigen Fragen des Lebens widmen: Warum gibt’s in meiner Straße fünf Burgerrestaurants? Ab wann ist Fallobst tot? Lohnt sich heute noch eine schöne Unterschrift? Und warum merke ich mir immer nur die falschen Sachen?
Natürlich werden jede Menge Songs erklingen in einer wilden Mischung aus destruktiver Liebeslyrik und Stadion-Pop im Garagenformat.
Mitgrölen ausdrücklich erwünscht!
Matthias Brodowy ist ein klassischer Künstler: Ein Hypochonder, der in der nächsten Sekunde irgendeinen über ihn einbrechenden Super-Gau erwartet. Im Zweifel einen dinosauriesken Meteoriteneinschlag. Und gerade deswegen ist er der Meinung, dass definitiv keine Zeit mehr für Pessimismus ist. Klingt widersprüchlich?
Höchstens so widersprüchlich wie das Leben.
Aber eigentlich ist es die einzige Chance, das Ruder rumzureißen. Denn den Kopf in den Sand zu stecken, ist definitiv nicht atmungsaktiv!
Warum also nicht der Apokalypse ein Bein stellen und einfach mal handeln? Mit einem Lächeln im Gesicht, denn es wäre zu schade, die Welt Leuten zu überlassen, denen man es sowieso nie recht machen kann.
Und dann? Konfetti! Biologisch abbaubar.
Brodowys zehntes Programm ist wie immer politisch, literarisch, musikalisch! Darüber hinaus frönt der selbsternannte „Vertreter für gehobenen Blödsinn“ gerne auch der gepflegten Albernheit und der grotesken Geschichte.
Matthias Brodowy steht seit 1989 auf der Kabarettbühne, wurde von Hanns-Dieter Hüsch entdeckt und gefördert und erhielt zahlreiche Kabarettpreise, darunter das „Schwarze Schaf“, den „Prix Pantheon“ und den Deutschen Kleinkunstpreis.
Er ist Opa. Am Ende der Nahrungskette angekommen und voller Lebensweisheiten. Er hat so viel zu sagen, so viele Tipps. Er versteht das Leben und könnte es jedem erklären. Aber niemand hört ihm zu. Also kauft er sich einen Hut und behält seine Weisheiten für sich. Zumindest privat. Auf der Bühne sieht das anders aus. Gestern ging`s noch ist das vierte Soloprogramm von Bernhard Westenberger, der damit seine verrückte Lebensgeschichte weitererzählt. Die Geschichte eines 1966 geborenen Mannes, der auch als Opa seinen Erziehungsauftrag noch ernst nimmt und sich ausmalt, wie die Welt für seine Enkel in 20 Jahren aussehen soll. Alltagssatire in seiner reinsten Form.
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